Lehramtsanwärter/ -in

Leitmotiv: Die Schule ist ein Ort des Lebens und des Lernens. Die Ausbildung orientiert sich an den grundlegenden Kompetenzen für Unterricht und Erziehung, Beurteilung, Diagnostik, Beratung, Kooperation und Schulentwicklung sowie an den wissenschaftlichen und künstlerischen Anforderungen der Fächer. Den Schulen in Nordrhein-Westfalen ist es ein besonderes Anliegen, dass die Schülerinnen und Schüler vor Gewalt, sei es körperlich oder auch verbal, geschützt sind. Gewaltprävention wird auf verschiedenen Ebenen betrieben und versucht den unterschiedlichen Ausprägungen der Gewalt (körperliche, psychische, verbale Gewalt und Gewalt gegen Sachen) intensiv zu begegnen.

Leitziel: Die Ausbildung zielt auf den Kompetenzerwerb in allen Handlungsfeldern des Lehrerberufs.(s. Kerncurriculum)

 

Handlungsziel 1: Die Schule lädt die/den LAA frühzeitig zu einem Gespräch gemeinsam mit der AKo, der Mentorin und der Schulleitung ein.

Handlungsziel 2: Während der gesamten Ausbildungszeit hat die/der LAA die Möglichkeit in verschiedenen Bereichen zu hospitieren bzw. mitzuarbeiten, bei den AusbildungslehrerInnen, in allen Jahrgängen, in allen Fächern, bei Projekten, während der Diagnostik, in der Betreuung.

Handlungsziel 3: Die/Der LAA wird durch die Mentorin/nen im Ausbildungsunterricht und im BdU sowohl bei der  unterrichtlichen Planung als auch bei der Reflexion des Unterrichts und bei unterrichtlichen Problemen unterstützt.

Handlungsziel 4: Die/Der LAA unterrichtet die Mentorin/nen unaufgefordert über ihre/seine  Planungen.

Handlungsziel 5: Über Unterrichtsbesuche sind die Mentorin/nen und die Schulleitung rechtzeitig zu informieren.

Handlungsziel 6: Die/ Der LAA gestaltet in Absprache mit der/den Mentorin/nen den Stundenplan.

Handlungsziel 7: Die/ Der LAA soll Einblick in alle – auch dienstlichen – schulische Veranstaltungen erhalten.

Handlungsziel 8: Die/Der LAA wird in 18 Monaten ausgebildet, wobei eine 3-phasige Struktur innerhalb der Schule realisiert werden kann.

 

Übersicht über die Ausbildung der LAA gemäß OVP

 

1.Quartal

(Beginn 01.05./01.11.)

2.Quartal 3.Quartal 4.Quartal 5.Quartal 6.Quartal
Schule -Startphase in der Schule

-Eingangs- und Perspektivgespräch (EPG)

-erste Hospitationen und Ausbildungsunterricht (14 Std.)

-Bekanntmachen mit Erziehungs- und Leistungskonzept

 

 

 

 

 

-Einstieg in den BdU (9Std./4 Std.)

-Ausbildungsunterricht (5 Std./

-Bewertung sonstiger Leistungen

-Arbeit nach dem Erziehungs- und Leistungskonzept

-BdU (9 Std./4 Std.)

-weiterer Ausbildungsunterricht

-Beiträge zum Schulleben

-Beiträge zur Schulprogrammarbeit

-kollegialer Austausch und Beratung

-Elternsprechtage, Konferenzen

-Vorbereitung und Teilnahme an Klassenfahrten, Ausflügen, Projektwochen, Feiern, etc.

 

-Ausbildungsunterricht unter Anleitung (14 Std.)

-Examen

  1.Quartal

(Beginn 01.05./01.11.)

2.Quartal 3.Quartal 4.Quartal 5.Quartal 6.Quartal
Seminar/ZfsL -Startphase im Seminar

-ggf. Intensivphase, Fachseminartage usw.

-EPG

-erste Unterrichtsbesuche

-Einführung in die kollegiale Praxisberatung

-Fach- und Seminararbeit

-Unterrichtsbesuche

-regelmäßige Feedback und Leistungsrückmeldungen

-Gruppenhospitationen

-Arbeit in Lerngemeinschaften (Anleitung, Austausch, Feedback)

-personenorientierte Beratung

– Praktikum an einer anderen Schulform

-Examen

 

LAA -Informationen zu Vorgaben einholen

-erste Unterrichtsplanung

-Vor- und Nachbereitung der Kern- und Fachseminare und Unterrichtsbesuche

-Unterrichtsplanung

-Korrekturen

-kollegiale Beratung, Hospitationen

-Praktikum an einer anderen Schulform

-Examensvorbereitung (Kolloquium, unterrichtspraktische Prüfung)

-selbstgesteuerter Kompetenzerwerb

-Arbeit in Lerngemeinschaften, kollegilae Beratung, kollegiales Feedback

Regularien/Formulare Dokumentation des EPG

– Krankmeldungen

Anträge auf

-Teilnahme an Klassenfahrten

-Sonderurlaub

-Genehmigung der Teilnahme an Schulveranstaltungen am Seminartag

-…

-Meldung zur Prüfung

-Ausnahme-genehmigung zur Verschie-bung der unterrichtspraktischen Prüfung

-Festlegung des Prüfungster-mins

-Langzeitbeurteilungen von Seminar und Schule

-Meldung der Themen für die UPP

Dokumentation des Praktikums

Handlungsziel 9: Der Eignungspaktikant soll Einblicke in zahlreiche schulische Situationen erleben, in denen der Berufsalltag einer Lehrkraft deutlich wird, wobei ihm durch verschiedene Erwerbssituationen die Möglichkeiten des Kompetenzerwebs lt. Lehramtszugangsverordnung des Landes NRW ermöglicht wird.

 

 

Kompetenzen Erwerbssituationen
1.Der Praktikant verfügt über die Fähigkeit, die Situation der Schüler als individueller Lerner wahrzunehmen und zu reflektieren.
  • verschiedene Klassenstufen besuchen
  • kennen lernen der schulinternen Konzepte
  • beobachten eines „Problemschülers“
  • differenziertes Arbeiten erleben
  • Schüler während der Betreuungszeit beobachen
  • mit Schülern Förderaufgaben bearbeiten und den Lernfortschritt beobachten
  • Beobachtung und Beurteilung der mündlichen Mitarbeit
  • Beobachtung ausgewählter Kinder in Bezug auf Arbeits- und Sozailverhalten und Vergleich ihrer schulischen Leistungen
  • Schuleingangsdiagnostik (falls terminlich möglich)
  • Teilnahme an Pausenaufsichten
2.Der Praktikant verfügt über die Fähigkeit, die Rolle der Lehrenden wahrzunehmen und zu reflektieren.
  • Rolle des Lehrenden in verschiedenen Fächern wahrnehmen
  • unterschiedliche Lehrerpersönlichkeiten kennen lernen
  • Unterrichtsvorbereitung und –nachbereitung
  • Kooperation von Schule, Elternhaus, außerschulische Beratung beobachten
3.Der Praktikant verfügt über die Fähigkeit, die Schule als Organisation und Arbeitsplatz oder als schulparktischens Praxis- und Lernfeld wahrzunehmen und zu reflektieren.
  • Schulrundgang mit dem Praktikanten (Aufgabenfelder der Hausmeisterin, Sekretärin und anderen Mitarbeiter)
  • Betreuung nach dem Unterricht beobachten und mitgestelten
  • Gespräche mit der Schulleitung führen
  • Teilnahme an Konferenzen
  • Teilnahme an Elternsprechtagen (falls terminlich möglich)
  • Sonderfunktionen kennen lernen: Lehrerrat, Sicherheitsbeaufrtagte etc.
  • Organisation von Vertretungsunterricht erleben
  • Elterneinbindung: Förderverein, Schulkonferenz, Schulpflegschaft,…
  • Schulprogramm kennen lernen
4.Der Praktikant verfügt über die Fähigkeit, erste eigene Handlungsmöglichkeiten im pädagogischen Feld zu erproben und auf dem Hintergrund der gemachten Erfahrung die Studien- und Berufswahl zu reflektieren.
  • Führung eines Gesprächskreises
  • passende Unterrichtseinstiege zum Thema gestalten
  • Organisation einer  Gruppenrbeit innerhalb einer Unterrichtssequenz
  • kopieren, Schablonen und Vorlagen erstellen, laminieren
  • mit einzelnen Schülern üben
  • Entwicklung und Kontrolle einer angemessenen Hausaufgabe
  • Gestaltung eines Arbeitblattes
  • Materialien zu einem bestimmten Thema sammeln und aufbereiten
  • mitgestalten von Projekten

Handlungsziel 10: Im Praktikumsgespräch mit der AKO werden die verschieden Erwerbssituation reflektiert.